Heute im Zug staunte ich nicht schlecht. 
Ein junger Mann, der von “B” nach “A” wieder nach Hause fahren wollte, hatte sich offensichtlich auf dem Bahnsteig an eine Bahnbedienstete gewandt. Er hatte kein Geld mehr dabei, um sich eine neue Fahrkarte zu kaufen, denn seine Rückfahrkarte war am Vortag verfallen. Er hatte seine Mutter besucht, und weil es ihr nicht gut ging, ist er länger geblieben, als seine Fahrkarte galt.
Die Bahnbedienstete wandte sich ihrerseits an den Zugbegleiter, der Fahrgast habe seinen Personalausweis dabei, ob nicht registriert werden kann, dass er nachträglich zahlt, denn zu Hause in “A” könne er sogleich Geld holen.
Nein, dass könne der Zugbegleiter nicht machen, dann würde er Ärger bekommen.
Aber: Er nimmt den jungen Mann dann “eben so” mit, ganz ohne Fahrkarte!
Es gibt also nicht nur Bahnbedienstete, die Minderjährige ohne (ausreichend) Geld, irgendwo rausschmeißen. Danke, Herr Zugbegleiter von dieser Stelle aus, denn zur Fahrkartenkontrolle habe ich sie nicht mehr gesehen, bis ich aussteigen musste.
