Feb 17

… und was hat die Stadtbibliothek von Lübeck damit zu tun?

Jedenfalls kommt sie im Buchtrailer zu Eva Almstädts Krimi “Ostseeblut” vor, der im März 2010 erscheinen soll.
Als Bibliothekswesen und gebürtige Lübeckerin bin ich doppelt gespannt. Der Buchtrailer bietet jedenfalls unheimliche Atmosphäre:

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Jan 10

Ein Hallo an alle, für die ich es zu diesem Jahreswechsel nicht geschafft habe, gute Wünsche und Grüße zu verschicken. Gedacht habe ich an Euch sehr wohl, haben Euch die Ohren geklungen?

Und vielen Dank an alle, die mich mit netten Grüßen bedacht haben! Z.B. das Würmchen mit der netten Weihnachtsgeschichte und an GG mit den bildhaften guten Wünschen für 2010.

Danke auch an alle LeserInnen dieses Weblogs!

Wenn ich so etwas könnte, wie das folgende talentierte Paar, dann würde ich Euch gern auch so etwas Nettes erstellen. Aber mit meinen Sangeskünsten verschone ich Euch lieber und lege Euch stattdessen diesen Jahresrückblick ans Herz.

Schauen wir noch einmal kurz zurück auf 2009 und wenden uns dann mit einem Schmunzeln Gegenwart und Zukunft zu:

Mehr über Malte und Jan-Philipp hier.

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Nov 08

Türkisch kann Hape Kerkeling nicht besonders viel, aber er kann es sich so anhören lassen wie folgendes Video zeigt. Nazan Eckes holt ihn per taksi von seinem Hotel ab, um zum Bazar zu fahren.
Bei 40 Grad im Schatten und defekter Klimaanlage lernt Hape ein neues Wort: kalp krizi = Herzanfall. Zum Glück trifft dieser Fall aber nicht ein.

Zum 2. Teil
Zum 3. Teil

Okt 06

Gerade entdeckt, ein neues Imagevideo. Witzig und recht professionell gemacht. Das Video wirbt für die Bibliothek, der Universität Konstanz, die wirklich sehr lange Öffnungszeiten hat – von Mo 8.00 Uhr bis Fr 23.00 Uhr durchgehend, am Wochenende und an Feiertagen “nur” 14 Stunden am Tag. Das nenne ich kundenfreundlich! Und solange sich Personal findet, das auch gern zu ungewöhnlichen Zeiten arbeitet, warum nicht?

Lesen Sie doch, wann Sie wollen! – Imagefilm der Bibliothek der Universität Konstanz.
Campus TV der Universität Konstanz stellt die Bibliothek vor.
“Lesen Sie doch, wann Sie wollen!” ist ein kurzer Film, in dem Sie die Bibliothek kennen lernen können. Er ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts der Bibliothek mit studentischen Mitarbeitern von Campus TV der Uni.
” So die Informationen auf der Videoseite.

Übrigens, die Musik gefält mir.

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Okt 04

Es gibt viele Gründe, kein Fleisch zu essen bzw. Vegetarier zu sein: ethische, ökologische, gesundheitliche, ökonomische und spirituelle. Für mich persönlich gelten Argumente aus allen Kategorien.

Das ernste Thema kann aber auch heiterer angegangen werden. Nutztiere lieben Tofu und Tofu liebt Dich. Jedenfalls behauptet das dieser im Rahmen einer Diplomarbeit entstandene allgemeine Werbespot für Tofu.

Tofu schützt das Klima, die Tiere und die Umwelt. Darum gibt es heute keinen Truthahn zum Erntedankfest, sondern Möhrensuppe mit Nelken. Geht schnell und ist total lecker!

Hier ein kurzer Einblick in die Tofu-Produktion bei der Tofurei Sojafarm.

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Sep 02

“Komm zu Fahti” hieß es gestern in Braunschweig, und es kamen so viele, dass sogar das große statt des kleinen Zelts mit gemütlichen runden Tischen bestuhlt war.

Ich habe diesen Abend nicht nur viel gelacht, sondern auch einiges gelernt, zum Beispiel zwei neue türkische Vokabeln:

fatih = Eroberer
çevik = flink, beweglich, agil, aufgeweckt, rüstig, aber auch stark
kol = Arm (kannte ich schon)

Macht zusammen Fatih Çevikkollu, also auf Deutsch “Eroberer Armstrong” (wobei Fatih eher an Jazz als an Doping denkt).

Ein Ausschnitt aus dem Programm (und vieles mehr) gibt es bei fatihland.de.

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Aug 18

Talentsuchershows stehe ich ja eher skeptisch gegenüber, aber ab und zu finden sich dort richtige Juwelen. Und die sind doch etwas für meine “Schatzkiste”.

Dieses Juwel kommt aus der Ukraine und heißt Kseniya Simonova. Sie malt mit Sand eine ganze Geschichte, die Publikum und Jury von der Show “Ukraine’s got talent” zu Tränen rührt.
Die Seite des guardian.co.uk verrät etwas mehr über den Inhalt: Kseniya lässt eine idyllische Szene vom Angriff deutscher Flieger im Zweiten Weltkrieg in der Ukraine überschatten, malt Leid und Trauer, lässt einen Obelisken als Mahnmal für den unbekannten Soldaten aus Sand entstehen und endet mit den in Sand geschriebenen Worten “ihr seid uns immer nah”.

Vielen Dank an netbib für den wirklich schönen Tipp!

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Aug 05

Wenn sich die Bücher in allen Zimmern stapeln, muss ein Bücherregal her.

Wenn das jedoch bei Pat und Mat, den munteren Puppentrickfiguren einer tschechichen Kinderserie (damals hieß sie “… und fertig!”) der Fall ist, kann das nur Chaos hoch drei mit einem überraschenden Ende bedeuten.

Ich kann mich über die beiden immer noch “beömmeln”.


03-Pat&Mat-The workshop
Vezi mai multe video din TV

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Mai 26

Der Text fängt euphorisch an und endet ziemlich traurig.  Aber das war ja nicht anders zu erwarten von Umberto Eco, dem überzeugten Liebhaber von Büchern in Papierform.

Innerer Monolog eines E-Books – Leseprobe aus “Die Kunst des Bücherliebens” / Umberto Eco. – ISBN 978-3-446-23293-8

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Apr 30

Gerade habe ich einen Jugendroman angefangen zu lesen. Der Autor Derek Meister wurde 1973 in Hannover geboren. Die Geschichte spielt in der Gegenwart. Ian und Bpm, zwei 17jährige Jungen, besuchen ihre Bücherei in Southend-on-Sea, Essex, England:

Die neue Bücherei von Southend befand sich in einer stillgelegten Brauerei. Nachdem die alte Bibliothek abgebrannt war, hatte man die geretteten Bücher in dem einstöckigen Fabrikgebäude untergebracht, das seit den 50er-Jahren nicht mehr genutzt wurde. Inzwischen waren aus dem vorübergehenden Umzug sechs Jahre geworden und die Bücher lagerten immer noch in den Tonnengewölben und langen Backsteinkellern, in denen sich einst Biertanks und Fässer befunden hatten. Überall in dem mit schiefen Karteikästchen und klapprigen Kartenständern vollgestopften Gemäuer roch es nach Papier, Stoffeinbänden und Kleber.
Obwohl sich die Mitarbeiter alle Mühe gegeben hatten, die Bibliothek übersichtlich zu gestalten, fühlte sich Ian in den verwinkelten Kellern immer an die Katakomben von Paris erinnert, die er vor zwei Jahren mit seiner Mutter und Peter besichtigt hatte.
„Wir haben alle britischen Zeitungen, jede Ausgabe seit 1976. Ihr könnt sie euch dahinten ansehen“, erklärte ihnen eine süße Brünette, die kaum älter als die beiden Jungen war. Sie saß hinter einem Infotisch, auf dem zerschnittene Zeitungen und riesige Stapel von Büchern lagen. Auf einem Buch klebte eine Gurkenscheibe, die aus ihrem Thunfischbaguette gefallen sein musste, das eindeutig zu groß für ihre zierlichen Hände war. Die junge Frau zeigte mit ihrem Snack in Richtung einiger monitorartiger Maschinen, die auf Tischchen aufgereiht standen. Bei dem Anblick der grauen Kästen musste Ian an alte Filme denken, in denen Frauen mit gewagten Hochsteckfrisuren vor Monstren von Computern saßen, die eher Kühlschränken ähnelten.
„Und schräg gegenüber findet ihr die Mikrofiches.“
„Mikrofische?“ Bpm lächelte die Frau charmant an. „Wir wollten zwar ‘n paar Infos angeln, aber…“
„Mikrofiche“, korrigierte sie ihn streng und überging Bpms Geflirte geflissentlich. “Wir haben die Zeitungsausgaben auf Film.”
“Cool, verfilmt! Leisten Sie uns Gesellschaft? Gibt’s hier auch Popcorn?”
Ian stieß seinen Freund in die Seite.
“Ist dein Freund immer so lustig?” Die Frau legte ihr Baguette säuberlich auf einem Zeller ab. “Kommt mit, ich zeige euch die Geräte, aber wenn er weiter so dumme Sprüche reißt, hetz ich den Hund auf ihn.” Sie schaute Bpm böse an und zeigte mit dem Finger auf den Boden.
Eine Sekunde lang sah Bpm verwirrt aus, dann grinste er. Hinter ihren Stiefeln lugte ein Spitz hervor, dessen dünne Beinchen vor Angst zitterten.
“Den Hund … Der war gut. Du meinst wohl die steuerpflichtige Ratte da unten?”
“Noch ein Spruch …” Drohend hob die Frau den Zeigefinger. Kaum hatten sich Bpm und Ian entfernt, kläffte der Spitz wütend hinter ihnen her.
Die Bibliothekarin führte sie zu einem Lesegerät. Lediglich ein paar Drehstühle und Tische waren in das Gewölbe geschoben worden. Die junge Frau öffnete eine Filmdose und legte den Film mit den Zeitungsausgaben von 1994 ein. “Um den Film vor- und zurückzuspulen, müsst ihr an der Kurbel hier rechts drehen. Falls ihr noch Fragen habt …”

(…)

“Prähistorisch”, lästerte Bpm über die Mikrofilme. “Warum haben die das Zeug nicht digitalisiert? Dann hätten wir es bequem zu Hause googeln können.”

Und hier gleich ein Schmankerl für die Star Trek-Fans hinterher:

Bpm kurbelt den Zeitungsfilm voran und schießt übers Ziel hinaus:

“He, ich hab mich nur um sieben Monate und drei Tage verflogen! Captain Janeway hat’s um 75000 Lichtjahre verbockt.”

aus: Derek Meister: Ghost hunter – Das Licht, das tötet. – Bindlach : Loewe, 2009. – ISBN 978-3-7855-6262-8 (S.73 ff)

Mikrofiche und Mikrofilm gehen ein wenig durcheinander, aber immerhin so viel Technik hat Einzug gehalten in der beschriebenen Bücherei. Die Wirklichkeit ist aber doch etwas moderner, zumindest auf dieser Website der Libraries in Southend-on-Sea. Das beruhigt mich.

Thunfischbaguettes am Auskunftsplatz essen, kommt bei mir garantiert nicht vor, also auch keine Gurkenscheiben in neuen (oder alten Büchern), die ich dort versehentlich deponiert habe.

Eigentlich wollte ich keine Trilogien mehr lesen, bevor sie nicht komplett erschienen sind. Sind sie gut, ist das lange Warten scheußlich. Hier habe ich zu spät bemerkt, dass ich einen ersten Teil in der Hand habe, der sich bisher sehr flüssig und spannend liest, so dass ich mir wahrscheinlich wünschen werde, Herr Meister möge sehr umsichtig leben, damit ihm nichts zustößt und er ganz schnell die Fortsetzungen schreiben kann!

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