Ein kleines Spiel für Zwischendurch ist der Buchfänger. Eigentlich ist es ja für Kinder der Klassen 5 und 6 gedacht, das die Stiftung Lesen im Rahmen des Projekts “Internationaler Preis der jungen Leser” anbietet. Aber als Bibliothekswesen und Buchinteressierte dürfen wir Älteren sicher auch mit zugreifen und Bücher stapeln.
fragt die Zeit Online in einem Artikel Frau Bettina Hurrelmann (Professorin an der Universität Köln und Leiterin der Arbeitsstelle für Leseforschung und Kinder- und Jugendmedien).
Ihre Antwort:
“Ja. Geschriebene Sprache steht in ganz nahem Verbund zu unseren Denkfähigkeiten. Medien, die sich viel stärker auf Bilder stützen, haben nicht diesen engen Sprachkontakt – und dadurch wird das Buch den Bildmedien auch noch auf längere Zeit überlegen sein. Das E-Book, von dem gerade ja überall die Rede ist, mag für manche eine wesentliche Erleichterung des Umgangs mit schriftlichen Texten sein, insbesondere für die, die beruflich damit arbeiten müssen. Für das Lesen im Alltag wird es hingegen kaum eine größere Rolle spielen – und für das Lesen von Belletristik schon gar nicht.”
Eine beruhigende Meinung für uns Bibliothekswesen, Bücher und Bücherregale werden nicht so schnell aussterben, und Neuheiten wie das E-Book werden als mögliche Erleichterung gesehen.
Als erster E-Book-Reader gilt das Rocket eBook, das Anfang 1999 auf den Markt kam, die Idee zu kostenfreien digitalisierten Text gibt es z.B. durch das Project Gutenberg schon seit 1971. Die Erfindung des PDF-Formats mit passender Software zum Lesen (Reader) hat seinen Beitrag zur Verbreitung von digitalisierten Texten geleistet. (Siehe Wikipedia)
Aufgaben:
- Legen Sie sich einen Account an
- “Katalogisieren” Sie einige Titel, am besten Belletristik
Fachliteratur ist natürlich auch vorhanden, allerdings sieht man bei Titeln, die viele Nutzer im Bestand haben, die (gemeinsame) inhaltliche Erschliessung am besten. Keine Angst, es geht wesentlich schneller als Sie es aus der Berufspraxis gewohnt sind! - Je nach Titel wählen Sie zur Fremdatenübernahme die passende Datenbank (z.B. amazon, den GBV oder auch Library of Congress). Sie können auch Bücherlisten importieren.
- Schauen Sie sich z.B. diesen Titel an und achten auf die Tagcloud (Schlagwortwolke)
- Schauen Sie sich mal, ob Sie irgendwo (bei Titel, Mitglieder, Tags…) die kleinen RSS/XML-Icons finden
(Habe ich!) - Schreiben Sie einen Weblogeintrag über das, was Ihnen gefällt und/oder das, was Ihnen aus Ihrer professionellen Sicht nicht gefällt.
Nun hat Büchereierlei auch ein kleines Bücherregal bei LibraryThing.
+ Das Importieren (als HTML-Datei) hat gut funktioniert. Das Übernehmen vorhandener Titel ebenfalls.
+ Buchtauschbörsen sind verlinkt, das gefällt mir.
+ Nett, die Übersicht über den Titel in anderen Sprachen.
- Die Seite ist ziemlich langsam.
- Das Hochladen einer CSV-Datei ging nicht. (max. 2 MB ist auch recht wenig.)
- Das ganze ist englischlastig, also die Gegebenheiten sind mehr auf die USA bezogen (z.B. die Buchtauschbörsen).
- Umlaute verursachen daher leicht Probleme (z.B. in Tags), also muss man ans Aufl”oe”sen denken.
- Die Library umfasst nur Bücher, keine anderen Medien.
Noch hat sich mehr der Sinn und Nutzen von LibraryThing für meine Bibliothek nicht richtig erschlossen. Ich sehe die Möglichkeit von Neuerwerbungs- oder Auswahllisten für Bücher. Die bietet aber auch bereits unser WebOpac, bei dem Neuerwerbungen nach Medienarten gesucht werden können.
Was nützt mir die Social-Software-Komponente, wenn nicht meine Leser auch bei Librarything angemeldet sind?
Gibt es da Erfahrungen von der Stadtbücherei Nordenham?
Eine Alternative zu LibraryThing: Reliwa. Hier lassen sich auch CDs und Filme sammeln.
Bisher kannte ich nur “Löwenzahn”-Sendungen mit Peter Lustig. Gestern habe ich das erste Mal den “Neuen” Fritz Fuchs gesehen. Es ging um Bücher, überhaupt um die Erfindung der Schrift, Beschreibstoffe und die heutige Herstellung eines Buches, und um die Reparatur eines alten Lieblingsbuches beim Buchbinder.
Hier kann man die ganze Sendung: “Buch – Rettung auf den letzten Seiten“ ansehen.
